Rundum gesund

Zu Besuch bei der Muldentalkliniken GmbH am Standort Grimma

Der Besuch in einer Klinik kann schon mal ein mulmiges Gefühl im Bauch auslösen, vor allem wenn eine wichtige Operation ansteht oder man noch gar nicht so richtig weiß, was einem gesundheitlich eigentlich fehlt. Was vielen dabei jedoch nicht durch den Kopf geht – es ist gleichzeitig ein Ort, in dem neues Leben auf die Welt kommt und man bei gesundheitlichen Beschwerden stets die beste Hilfe erhält. Die Muldentalkliniken GmbH hat mit Grimma und Wurzen gleich zwei Klinikstandorte im Landkreis Leipzig, an denen jede Woche durchschnittlich insgesamt 124 Operationen durchgeführt werden. Dafür braucht es natürlich auch ein großes Team, weshalb rund 450 Mitarbeiter:innen in den Kliniken beschäftigt sind. Die unterschiedlichen Bereiche der Kliniken zeigen: egal welche Beschwerden man hat oder in welchem Lebensabschnitt man sich gerade befindet, eine Klinik ist ein Ort für alle – und das ein ganzes Leben lang. Das merken wir auch, als wir den Eingang der Muldentalkliniken in Grimma betreten und zwischen Müttern mit Babys und älteren Patient:innen stehen, die die Klinik mit gepackten Taschen betreten und vermutlich die nächsten Tage hier verbringen werden. Dafür gibt es aktuell noch ein paar Regeln mehr, als vor der Corona-Pandemie, die auch den Arbeitsalltag in den Muldentalkliniken stark beeinflusst hat. Wir treffen auf Beatrix Hundt, Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens, die uns von den Überbleibseln der letzten zwei Jahre berichtet. Zu Hochzeiten der Pandemie hat die Klinik täglich selbst alle Personen getestet. Davon ist heute nur noch ein geschlossener Testbereich am Eingang übrig. Für einen Besuch in der Klinik ist jedoch auch weiterhin ein tagesaktueller Test notwendig. So kann eine erneute Überlastung durch vielzählige Coronafälle im Haus vermieden werden. Alle sind froh, wieder mehr in den gewohnten Arbeitsalltag zurückkehren zu können, wie uns auch die Praktikakoordinatorin Maria-Diana Kühn erzählt, die für einen Rundgang durch die Klinik zu uns stößt.

Die etwas andere Krankenhausserie

Auf dem Weg durch das Haus betreten wir Stationen wie die Chirurgie, Innere Medizin oder Gynäkologie. Dabei fällt uns vor allem eines auf: Die verschiedenen Bereiche sind mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet, die sich auch in der Kleidung des jeweiligen Personals wiederfinden. Das soll vor allem die Orientierung für die Patient:innen erleichtern und erkennbar machen, wer in welchem Bereich arbeitet. Ohne das Grün und Blau auf den Gängen hätten wir uns alleine wahrscheinlich schon längst verlaufen. Maria-Diana Kühn kennt das Haus jedoch bereits in und auswendig. Das ist nicht verwunderlich, da sie bereits seit 1988, dem Beginn ihrer Ausbildung zur Krankenschwester, im Unternehmen ist. Nach vielen lehrreichen Jahren auf den Stationen ist sie nun seit sieben Jahren Teil der Verwaltung und kümmert sich vor allem um die Koordination der Praktika und Hospitationen.

 

Auf dem Weg durch die verschiedenen Stationen entdecken wir auch viele junge Mitarbeiter:innen, die gerade für ihre Ausbildung oder ein Praktikum im Pflegebereich vor Ort sind. Die Praktikakoordinatorin erzählt uns, dass ein Praktikum in einem Zeitraum von ein bis zwei Wochen möglich ist – egal ob freiwillig oder im Rahmen eines Schulpraktikums. Dafür sollte man mindestens 15 Jahre alt, gegen die Masern und Corona geimpft sein und keine Berührungsängste mit Patient:innen haben. Sie schmunzelt und sagt: „Für die meisten Schüler:innen ist es erstmal eine Umstellung. Denn hier geht es nicht immer so rosig zu wie in einer der Krankenhausserien im Fernsehen. Man ist viel in Bewegung und braucht definitiv auch Durchhaltevermögen und den Willen, anderen zu helfen und sich mit dem menschlichen Körper zu beschäftigen.“ Gleiches gilt auch für eine Ausbildung in der Klinik, wie uns Praxisanleiterin Sabine Steinmüller erzählt, die uns gerade mit zwei Auszubildenden auf der Station entgegenkommt. Ihre Aufgabe ist es, den Ablauf der Ausbildung zu koordinieren und ihren Lehrlingen jederzeit für Fragen zur Seite zu stehen. Da die Muldentalkliniken GmbH neben ihren Kliniken noch andere medizinische Pflegeeinrichtungen und Dienste umfasst, können die Auszubildenden alle Bereiche bis auf einen Außeneinsatz in der Psychiatrie im Unternehmen durchlaufen und bekommen somit ein Gesamtpaket.

„Azubis leiten eine Station“

Sabine Steinmüller freut sich vor allem über den Zusammenhalt und das Teamwork der Auszubildenden untereinander. Das funktioniert nicht nur beim gemeinsamen Lernen, sondern auch direkt in der Praxis. Damit die Auszubildenden ihre Selbstständigkeit und das erlernte Wissen unter Beweis stellen können, hat das Unternehmen das Projekt „Azubis leiten eine Station“ ins Leben gerufen. In diesem Jahr wurde die erste Projektwoche durchgeführt, in der die Auszubildenden in Eigenregie den gesamten Stationsalltag von der Planung bis zur Arbeit an und mit den Patient:innen übernommen haben. Die verschiedenen Jahrgänge haben dafür zu Beginn der Woche verschiedene Themen in Zusammenarbeit mit ihren Praxisanleiter:innen wiederholt, um anschließend bestmöglich auf verschiedene Krankheitsbilder und die Dienstplanung vorbereitet zu sein. Wenn in der Praxiswoche doch noch die eine oder andere Frage aufkommt, stehen die Praxisanleiter:innen ihnen natürlich stets zur Seite. In den Muldentalkliniken gilt eins ganz besonders: Niemand ist allein.

Das gefällt auch Lara Irmscher an ihrer Ausbildung zur Pflegefachfrau in Grimma. Durch die kurzen Wege und die familiäre Atmosphäre hat sie sich von Anfang an in ihrer Ausbildung wohlgefühlt. Für sie ist der Vorteil der Muldentalkliniken gegenüber größeren Kliniken ganz klar: Eine schnelle Orientierung und ein federleichter Einstieg in den Arbeitsalltag. Bei einer Frühschicht startet dieser Alltag mit einer Dienstübergabe aus der vorherigen Schicht und geht mit der Morgenrunde bei den Patient:innen weiter. Zu Lara Irmschers Aufgaben gehören u. a. das Messen der Vitalwerte, nach der Visite die Anweisungen der Ärzt:innen umzusetzen, Frühstück auszuteilen und die Patient:innen über anstehende Untersuchungen oder Operationen zu informieren. Während ihrer Schicht ist sie stets eine Ansprechpartnerin für die Patient:innen und darf am Ende des Tages dem:der einen oder anderen auch freudig die Entlassung verkünden.

 

Wenn sie nicht in der Klinik arbeitet und alle Fachbereiche des Hauses kennenlernt, besucht die Auszubildende das St. Georg in Leipzig, um Neues über die Pflege zu lernen. Das Wissen kann sie dann nach fünf Wochen Blockunterricht in ihren Praxiswochen in den Muldentalkliniken anwenden. Lara Irmscher hat auch wie die anderen Auszubildenden die Möglichkeit, nach ihrer Ausbildung im Unternehmen zu bleiben und sich somit einen Arbeitsplatz direkt vor der eigenen Haustür zu sichern. Neben der Ausbildung zum Pflegefachpersonal bietet das Unternehmen auch die Möglichkeit, operationstechnische:r Assistent:in oder medizinische:r Fachangestellte:r zu werden.

Wo der Blinddarm noch einen Namen hat

Dass die Muldentalkliniken ein Ort für junge Fachkräfte sind, hat unser Besuch sehr schnell gezeigt. Dafür spricht auch die schnelle und unkomplizierte Anbindung an die Städte Leipzig, Dresden oder Chemnitz. Da kann es schon mal vorkommen, dass sich die Auszubildenden gemeinsam nach der Spätschicht auf in die Stadt machen und noch eine Weile das Nachtleben genießen. Viele Mitarbeiter:innen der Klinik in Grimma pendeln auch täglich aus Leipzig zu ihrem Arbeitsplatz. Die Lage im Grünen und den engen Austausch unter allen Abteilungen wissen sie zu schätzen. Viele Patient:innen loben vor allem den persönlichen Umgang im Haus – denn hier ist man noch Frau Müller oder Herr Meier und das Personal weiß z. B. bei einer Blinddarm Operationen immer ganz genau, mit wem sie es zu tun haben. Damit verschiedene Untersuchungen überhaupt stattfinden können, braucht es auch einen Kopf, der alle Dienste im Überblick hat. Annett Berger ist die Pflegedienstleiterin der Kliniken in Grimma und Wurzen und betreut deren gesamten Pflege- und Funktionsdienst. An ihrer Arbeit gefällt ihr, dass untereinander stets ein reger und wertschätzender Austausch stattfindet: „In unseren Häusern tauschen sich die verschiedenen Berufsgruppen täglich aus – das reicht von den Oberärzt:innen bis zu den Techniker:innen. Eine Reinigungskraft ist bei uns auch genauso wichtig wie ein Oberarzt in der Chirurgie - denn es geht nur miteinander. Wenn wir kein sauberes Zimmer haben, können wir unsere Patient:innen auch nicht unterbringen.“ Nur so ist es dem Unternehmen möglich, langfristig die Gesundheitsversorgung im Landkreis Leipzig aufrechtzuerhalten.

Arbeiten mit Empathie und einem Lächeln auf den Lippen

Als wir auf der inneren Abteilung der Klinik ankommen, sitzt Bereichsleiterin Katja Schumann gerade an ihrem Schreibtisch und bastelt den Dienstplan ihres Bereiches. Auch sie ist eine der vielen, die seit der Ausbildung Teil des Unternehmens sind. In den letzten Jahren hat sie vom Unternehmen die Chance für eine Weiterbildung bekommen und ist nun seit 2020 als Bereichsleiterin tätig. An ihrer neuen Position gefällt ihr vor allem ihre Funktion als Bindeglied zwischen verschiedenen Abteilungen, wie dem Labor oder anderen Stationen. Die Nähe zu den Patient:innen möchte sie dennoch nicht verlieren und arbeitet mit ihrem Team weiterhin Hand in Hand. Die letzten zwei Jahre haben auch ihr noch einmal gezeigt, wie sehr sie sich Unterstützung im Pflegebereich wünscht. Kurzfristige Krankheitsausfälle haben sie bereits das eine oder andere Mal vor Schichtbeginn auf die Probe gestellt, doch mit einem kühlen Kopf haben Katja Schumann und ihr Team gemeinsam immer eine Lösung gefunden. Umso mehr freut sie sich auch über die Wertschätzung des Unternehmens durch Mitarbeiter:innenfeste oder kleine Geschenke zu den Feiertagen. Warum sie die Arbeit im Pflegebereich nicht mehr missen möchte? Die Wertschätzung der Patient:innen, die sie jeden Tag zu einem Lächeln bringen. Wir haben uns sagen lassen, dass auch der weite Blick aus der obersten Etage der Klinik über die Stadt Grimma zu Silvester ein schönes Plus zur erfüllenden Arbeit ist, mit der die Mitarbeiter:innen der Muldentalkliniken das Leben der Patient:innen jeden Tag ein bisschen besser machen.

Du hast Lust bekommen in einem Unternehmen zu arbeiten, in dem du Menschen bei der Verbesserung ihrer Gesundheit begleiten kannst und deine tägliche Arbeit von einem sozialen Austausch geprägt ist?

Dann informiere dich auf dem Karriereportal auf der Website der Muldentakliniken GmbH (www.muldentalkliniken.de/jobs) und bewirb dich!