Schönheit hat einen Namen

Unser Besuch bei ESTEL Europe GmbH in Markranstädt

Leidenschaft, Schönheit und internationaler Flair sind vielleicht nicht die ersten Assoziationen, die uns bei der Einfahrt in das sächsische Städtchen Markranstädt in den Sinn kommen. Vielmehr sind es auf den ersten Blick die Nähe zur Stadt Leipzig und die grüne Umgebung mit der Neuseenlandschaft als Herzstück. Doch das im Markranstädter Gewerbegebiet ansässige Unternehmen ESTEL Europe GmbH belehrt spätestens beim näheren Hinschauen eines Besseren: Internationalität und der Blick für das Schöne sind Teil des Landkreises; ebenso Innovation und die Leidenschaft bei der Arbeit. All das verkörpert auch die Welt von ESTEL, und so treffen wir in einem modernen, stilvollen Büro auf Frau Odette Reiche, die Geschäftsführerin, Frau Franziska Kopp, die Marketingleiterin und Frau Iuliia Protciuk, die Logistikleiterin von ESTEL Europe. Wie vielfältig und abwechslungsreich die jeweilige Arbeit ist, erfahren wir im Interview mit den Dreien.

Seit dem 1. Januar 2020 hat Frau Odette Reiche die Geschäftsführung des zehn Jahre jungen Unternehmens inne. Verbunden mit dem Betrieb ist sie jedoch schon wesentlich länger, denn sie sei „Mitarbeiterin Nummer 1“, so Frau Reiche. Als Tochterunternehmen des im russischen Sankt Petersburg beheimateten Mutterkonzerns Unikosmetik hat sich ESTEL Europe im Dezember 2010 gegründet. Anfangs noch mit acht Angestellten, beschäftigt ESTEL Europe heute 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Deutschland sowie etwa noch mal so viele Mitarbeiter:innen in den Tochtergesellschaften in Polen und Österreich. Der zentrale Unternehmenssitz befindet sich jedoch nach wie vor im Landkreis Leipzig, eben in Markranstädt.

Doch was genau verbirgt sich hinter ESTEL Europe?

In Russland werden durch das Unternehmen Unikosmetik professionelle Haarfarben, Pflege- und Stylingprodukte sowie Zubehör – also alles, womit Friseur:innen arbeiten – entwickelt, getestet, und hergestellt. Die Produktpalette reicht von vielfältigen Haarfarben über Shampoos bis hin zu professionellem Friseur:innenwerkzeug, wie etwa Colorationspinsel; um nur einen kleinen Teil des Vollsortiments aufzuführen. Der sprichwörtliche Kassenschlager von ESTEL sind die professionellen Haarcolorationen und -tönungen; besonders die Blondnuancen seien dauerhaft beliebt, so Iuliia Protciuk. Der große Wunsch von Unikosmetik und ESTEL ist es, qualitativ hochwertige Produkte zu produzieren, welche der Kreativität der Friseur:innen freies Spiel lassen und die Menschen verschönern. Darüber hinaus hat es sich ESTEL Europe zur Aufgabe gemacht, eben jene Qualitätsprodukte in der Welt der Haare und Frisuren zu vertreiben. Da alle Artikel exklusiv an Friseurinnen und Friseure verkauft werden, zählen Friseursalons in ganz Deutschland zu ESTELs Kundenstamm. Doch auch in Österreich und Polen sind ESTEL Produkte im Salon erhältlich.

Auf die Frage, was genau ESTEL Europe auszeichne, antwortet Frau Reiche, es sei vor allem die familiäre Arbeitsatmosphäre, und dass sich jede:r auf Grundlage des eigenen Spezialwissens einbringe. So werde täglich eine tolle Leistung sowie ein Arbeitsklima auf Augenhöhe geschaffen. Zum Team von ESTEL Europe zählen neben der Geschäftsführung, dem Innendienst, der Marketingabteilung, dem Fachservice und dem Logistikbereich, auch die Außendienstmitarbeiter:innen.

Diese erfüllen einen ganz besonderen Teil der Arbeit, denn sie sind

im direkten Kontakt mit den Kunden und Kundinnen und somit quasi das Aushängeschild von ESTEL. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst beraten ihre Kund:innen hinsichtlich fachlicher Ausrichtung und auf Grundlage der ESTEL Produktpalette. Sie präsentieren in den Salons Produktneuerungen und akquirieren neue Salons und Kund:innen. Da die Außendienstler:innen an unterschiedlichen Orten in Deutschland wohnen und arbeiten, sind sie trotz Festanstellung weitestgehend unabhängig und selbstorganisiert. Ein weiteres ESTEL Aushängeschild sind die Trainings und Workshops. In regelmäßigen Weiterbildungen können Friseur:innen lernen, optimal mit den ESTEL Produkten zu arbeiten, und ihre fachlichen Fähigkeiten erweitern. Auch bereits vorhandenes Können, etwa in puncto Schnittkunst, kann durch Schulungen vertieft und verbessert werden. Neben den fachlichen Weiterbildungen bietet ESTEL auch administrative Weiterbildungen an – so etwa im Bereich V erkaufsstrategien oder Marketing. Lebenslanges Lernen und immer neue Herausforderungen sind eben auch Teil der ESTEL Welt.

Fehlt es auch hier an Fachpersonal?

Wie in vielen Branchen macht jedoch auch hier der Fachkräftemangel keinen Halt. Oft müsse sehr lange nach geeigneten Bewerber:innen gesucht werden, wenn es eine Stelle neu zu besetzen gilt. Wir erfragen, woran dies liegen könne. Zum einen gebe es zu wenig Auszubildende im

Friseur:innenbereich. Gleichzeitig müssten die Rahmenbedingungen der Ausbildung verbessert werden. Würde es mehr gut ausgebildete Fachleute in der Friseur:innenbranche geben, so wäre sicherlich auch die Außenwahrnehmung positiver, erzählt Frau Franziska Kopp. Die Marketingleiterin berichtet, dass sich die gesellschaftliche Wahrnehmung der Friseur:innen nach der Corona-Pandemie zwar leicht verbessert habe, jedoch bemerke man bereits ein erneutes Nachlassen an Interesse und Aufmerksamkeit für die Branche. Dabei seien Anreize wie etwa bessere Bezahlung oder mehr Möglichkeiten der Weiterbildung längst überfällig und auch notwendig, um wieder vermehrt junge Menschen für Ausbildungsberufe allgemein und den Friseur:innenberuf speziell zu begeistern. Und wie ist es konkret bei ESTEL Europe? Derzeit kann man zwar noch keine Ausbildung bei ESTEL absolvieren, dafür sei das Unternehmen noch zu jung, so Frau Reiche – aber wer Lust hat, ein wenig in die Branche und zum Beispiel die Arbeit als Marketingfachangestellte:r einzutauchen, könne sich jederzeit auf ein Praktikum bewerben. Ein weiterer Grund für die oft lange Suche nach geeigneten Fachkräften seien auch die spezifischen Anforderungen. Da der Mutterkonzern in Russland sitzt und auch mit anderen Tochtergesellschaften reger Austausch besteht, sind Englischkenntnisse ein Muss und Russischkenntnisse von Vorteil. Dies grenzt die Zahl potentieller Bewerber:innen natürlich ein. Davon solle man sich jedoch nicht abschrecken lassen, denn am Ende entscheide der Gesamteindruck und wie gut die entsprechende Person ins Team passe, so Odette Reiche.

Motivierte, leidenschaftliche Verkaufsberater:innen im Außendienst werden außerdem fast immer gesucht und hier spielen Fremdsprachenkenntnisse eine untergeordnete Rolle. Großer Pluspunkt bei diesem Job: Man organisiert sich und seine Arbeit weitestgehend unabhängig und selbstständig – und kann sich dennoch auf die unterstützende Unternehmensstruktur der ESTEL Welt im Leipziger Landkreis verlassen. 

Die Stimmung im Büro selbst wirkt auf uns sehr kollegial, herzlich, fast schon familiär. Alle duzen sich und Teamwork wird hier großgeschrieben. Normalerweise würden sie sich zur Begrüßung auch umarmen, so Iuliia Protciuk. Aufgrund der Covid-19-Pandemie verzichteten sie natürlich auf engen Kontakt, auch wenn es sehr schade sei. Wer also neu bei ESTEL Europe einsteigt, sollte auf jeden

Fall Teamgeist mitbringen und flexibel sein und sich immer auf neue Situationen einlassen können. Schließlich gebe es neben den individuellen Weiterbildungsangeboten laut Odette Reiche und Franziska Kopp nicht den einen typischen Arbeitstag. Jeder Tag ist neu, jeder Tag bringt andere Herausforderungen. Aus diesem Grund sei die Bereitschaft zum Lernen und Weiterbilden essenziell bei ESTEL. Man kann alles lernen, wenn man will, sagt Frau Reiche.

Wie war das mit Corona für ESTEL Europe?

Das Jahr 2020 wird uns allen im Gedächtnis bleiben. Jede und jeder Einzelne war und ist durch die Covid-19-Pandemie mit neuen Schwierigkeiten und ungeahnten Herausforderungen konfrontiert. Zwar teilen wir alle die Erfahrung einer Pandemiewelle, die Schwierigkeiten sind jedoch ganz unterschiedlich. So sah sich ESTEL Europe etwa gezwungen, am 23. März 2020 vorerst die Auslieferung der Produkte einzustellen. Grund dafür war die Schließung aller Friseur:innensalons in Deutschland und ein bundesweiter Lockdown. In den folgenden sechs Wochen war also alles anders: Die Mitarbeiter:innen in den Büros wurden ins Home Office geschickt, die Logistikangestellten wurden in zwei Schichten eingeteilt und mit Überbrückungsaufgaben bedacht, die Außendienstler:innen durften nur noch telefonischen Kontakt mit ihren Kund:innen aufnehmen. Frau Reiche beschreibt diese Zeit des Lockdowns als eine sehr unstete Phase, die für alle ganz unterschiedliche Belastungen bedeutete. Während die Außendienstmitarbeiter:innen auf einmal ihren Job nicht mehr ausüben konnten, fanden sich die Innendienstmitarbeiter:innen im Home Office wieder, mit täglichen Zoom-Meetings und teilweise fehlender Kinderbetreuung. Für die Geschäftsführerin Odette Reiche war es besonders herausfordernd, da sie die Geschäftsführung erst zu Beginn des Jahres 2020 übernommen hatte und nun in einer äußerst ungewöhnlichen Zeit alle Fäden zusammenhalten musste. Doch das Unternehmen sei gut aufgestellt gewesen; vor allem aus technisch-digitaler Sicht. Alle Mitarbeiter:innen waren mit dem nötigen Equipment für das Home Office ausgestattet, das Logistikpersonal konnte trotz Lieferausfall mittels anderer Aufgaben weiter beschäftigt werden und damit sich die Außendienstler:innen nicht alleine gelassen fühlten, wurden Online-Workshops als Weiterbildungs- und Austauschmöglichkeit konzipiert. Somit konnte die Zeit dennoch sinnvoll genutzt werden. Natürlich fehlen aus finanzieller Sicht circa anderthalb Monate Umsatz, jedoch konnten durch das staatlich geförderte Kurzarbeitsgeld alle Angestellten weiter beschäftigt werden und aktuell steigen die Aufträge und Bestellungen wieder an. Ein positiver Effekt aus dieser Zeit sei außerdem die Erkenntnis, dass die Branche krisensicher sei, so Franziska Kopp. Auch das Krisenmanagement sei alles in allem geglückt und nun noch verbessert worden. Was in der Zukunft auf jeden Fall bleiben wird, sind die Möglichkeit, ins Home Office zu gehen sowie mehr und mehr Onlineformate für Meetings, Weiterbildungen oder Erfahrungsaustausch. Für die Geschäftsführerin Odette Reiche war vor allem wichtig, dass sich die Angestellten nicht alleine gelassen fühlen – die ESTEL Welt sei eben auch eine ESTEL Familie.

Wo steckt die Schönheit des Landkreises Leipzig?

Während unserer Recherchereisen sind wir immer wieder überrascht und beeindruckt, wie vielfältig die Unternehmen im Landkreis Leipzig sind. Dazu gehört auch die Welt von ESTEL Europe, welche neben der Internationalität auch die Schönheit im Landkreis betont. So heißt es treffend: ESTEL – beauty has a name. Dieser Name ist schon seit der Unternehmensgründung mit Leipzig und dem umgebenden Landkreis auf verschiedene Weise verbunden. Einerseits wurde ESTEL Europe in Leipzig gegründet und andererseits kommen sowohl die Geschäftsführerin Odette Reiche als auch die Marketingleiterin Franziska Kopp aus Leipzig beziehungsweise dem Landkreis. Beide sind noch immer wohnhaft in der Region und könnten sich nicht vorstellen, woanders zu leben oder zu arbeiten. Die Verbundenheit zur Heimat sei zu groß, als dass sie weggehen könne, so Odette Reiche. Doch was macht das Leben im Landkreis Leipzig so schön? Die Natur und Seenlandschaft seien natürlich etwas ganz Besonderes, erzählt Frau Reiche. Jedoch machten vor allem die vielen jungen, spannenden, neugierigen Menschen den lebenswerten Flair der Region aus – und durch die Nähe zur boomenden Großstadt Leipzig profitiere auch der Landkreis. Es gebe ein breites kulturelles Angebot, eine tolle

Universität und eine spannende Historie zu entdecken, schwärmt Frau Reiche. Und aus beruflicher Sicht? Als junges Unternehmen hätte es ESTEL Europe anderswo schwer gehabt, ein geeignetes Firmengelände zu finden. Sei es entweder aufgrund von Platzmangel oder zu hoher Preise. Doch hier in Markranstädt wartete das perfekte Gebäude auf ESTEL. Es gibt genügend Platz für das große Lager, sie sind umgeben von ruhiger Natur und ländlichem Idyll und die Kosten lagen auch im Bereich des Machbaren. Der zwingend notwendige Glasfaseranschluss für schnelles Internet war glücklicherweise auch schon vorhanden. Und so fehlt es eigentlich nur an einer Sache: Abwechslung und Auswahl beim Mittagsangebot – doch damit lässt sich in Anbetracht der überwiegend positiven Aspekte leben. Auf die Frage, was der Standort im Landkreis Leipzig Gutes zu bieten habe, ergänzt Frau Iuliia Protciuk noch die gute Anbindung an Autobahnen und die Großstadt. Diese sei enorm wichtig für die garantiert schnelle Lieferzeit. Kund:innen in Deutschland und Österreich erhielten ihre bestellten ESTEL-Produkte nämlich in 96 Prozent der Fälle bereits am nächsten Tag. Anlässlich des zehnjährigen Firmenjubiläums in diesem Jahr gibt ESTEL Europe dem Landkreis etwas zurück und stiftet zehn Bäume. Diese werden an mehreren Orten in Markranstädt und dem Gewerbegebiet neu gepflanzt. Nachhaltigkeit sei neben einem angenehmen Arbeitsklima ein zunehmend wichtiges Augenmerk des Unternehmens, so Odette Reiche.

Was hält die Zukunft für ESTEL Europe bereit?

Auf diese Frage antwortet Geschäftsführerin Odette Reiche, dass es nicht das eine große Ziel bei ESTEL Europe gebe. Viel wichtiger sei es weiter gemeinsam mit den Mitarbeitenden und Kund:innen zu wachsen – nicht starr zu werden, sondern flexibel zu bleiben. ESTEL möchte immer neue Wege denken und auf Augenhöhe mit den Friseurinnen und Friseuren arbeiten, denn die Partnerschaft mit den Salons sei für alle eine Motivation, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Und natürlich soll ESTEL auch in Zukunft die Welt jeden Tag ein bisschen mehr verschönern.

 

Du bist neugierig auf die Arbeit in der Beautybranche und insbesondere bei ESTEL Europe geworden? Gerne kannst du dich bei uns (via Instagram, Facebook oder E-Mail „VomLKLgesucht“) oder direkt bei ESTEL Europe in Markranstädt

(+49 (0)341 392919-0, info@estel-europe.com) melden.


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Projektträger

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Moschelesstraße 7

04109 Leipzig

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Telefax 0341 - 2172911

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Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.


Dieses Projekt wurde vom Projektträger ZAROF. GMBH und Wagler Marketing in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Landkreis Leipzig realisiert.